Im Nahen Osten machen die USA mit ihrer ‚Sprache der Gewalt‘ gegen den Iran vor, was heutzutage ‚Frieden stiften‘ heißt: Nicht nur offen erpresserischer Einsatz der Wirtschaftsmacht, sondern ‚militärische Sonderaktionen‘, die mit konkurrenzlos überlegener Gewalt durchgezogen werden, wo der Iran mit seiner nationalen Machtambition Amerika herausfordert; und Kapitulationsverhandlungen unter der Drohung, jederzeit mehr ökonomisch drangsalieren und militärisch zuschlagen zu können, wenn der Iran nicht aufgibt.
Von Kriegsbeginn an verbucht Netanjahu das Stattfinden des Krieges als historischen Triumph seiner Nation. Er feiert ihn als Befreiung der Nation aus einem 47 Jahre lang erzwungenen Stillhalten gegenüber Iran und als entscheidenden Schritt hin zu ihrem „neuen Nahen Osten“, der frei ist von der unerträglichen Gefährdung der israelischen Existenz und jüdischen Lebens.
Bestellt hat Iran sich den amerikanischen Krieg nicht, von ihm aus wäre er zu vermeiden gewesen, aber wenn Amerika glaubt, ihn führen zu müssen, dann wird das iranische Volk beweisen, dass dieser Krieg für Amerika nicht zu gewinnen ist.
Die wichtigste kriegführende Partei im Libanon ist Israel. Das hat den Ende Februar zusammen mit seinem amerikanischen Alliierten begonnenen Krieg gegen Iran zum Auftakt einer neuen Runde Gewalt auch in seinem nördlichen Nachbarland gemacht, nachdem die Hisbollah – wie angekündigt, von jedermann gewusst, von Israel eingeplant – nach der Tötung von Ajatollah Chamenei begonnen hat, Israel aus dem Südlibanon heraus zu beschießen.
Kurz nach seinem zweiten Amtsantritt verspricht Trump, dass er Frieden in den Nahen Osten und insbesondere in den Gazastreifen bringen wird. Auch dieses Versprechen hat er gehalten. In der Rolle des Chairman für das heilige Land drückt er allen Parteien seinen Friedensplan aufs Auge.
Ein Präsident des Friedens zu sein, der „ziel- und endlose Kriege“ beendet, eine gescheiterte Politik des „Regimewechsels“ mit anschließendem „utopischem Nation-Building“ verwirft, die Rolle eines „Weltpolizisten“ ablehnt, der sich den „idealistischen“ Auftrag aufhalst, die „Probleme der Welt“ mit den eigenen militärischen Zerstörungspotenzen zu lösen,und sich stattdessen auf den Schutz der eigenen Heimat konzentriert – dieses Versprechen löst Trump auf vielleicht überraschende, aber auf jeden Fall eindrucksvolle Wei
Zur Erinnerung: Eine von Pakistan aus operierende islamistische Widerstandsbewegung kämpft für den Anschluss von ganz Kaschmir und verübt im April dieses Jahres einen Terroranschlag im zum indischen Staatsgebiet gehörenden Teil. Indien nimmt die gezielte Ermordung seiner hinduistischen Staatsbürger zum Anlass für weitreichende Militärschläge mit Kampfflugzeugen und Raketen gegen Pakistan selbst. Es zerstört Lager und Infrastruktur der Terrorgruppen dort, aber auch Flugplätze und Kommandostellen der pakistanischen Streitkräfte.
Im Juni 2025 ist es so weit – die Welt darf Zeuge einer doppelten Premiere werden: Zum ersten Mal überhaupt wird das seit langer Zeit vom Westen und seinem nahöstlichen Vorposten bekämpfte iranische Atomprogramm zum Objekt eines offenen Luftkriegs seitens der israelischen Luftwaffe; und zum ersten Mal befiehlt Trump den für den Fall, dass die von ihm eröffnete Atomdiplomatie mit der Teheraner Führung scheitern würde, lange angedrohten Einsatz der amerikanischen Luftwaffe unmittelbar gegen die Islamische Republik.
Weit oben auf der außenpolitischen Agenda von Donald Trump steht die Beendigung des Ukraine-Kriegs. Schon im Wahlkampf war seine Ansage: Er wird ihn sofort, an einem Tag beenden, und mit ihm an der Macht wäre er gar nicht erst losgegangen. Das Interessante an der ersten Ankündigung ist das politische Urteil über den Krieg. Trump meint nicht, dass der Job, den Amerika unter seinem Vorgänger da auf sich genommen hat, hinreichend erledigt wäre und man deswegen damit Schluss machen kann. Er hält Amerikas Engagement dort über die letzten drei Jahre überhaupt für verkehrt.
Trump reist in den mehrheitlich muslimischen Orient, und für die Millionen machtlosen und armen sowie die ausgesucht wenigen mächtigen und sehr, sehr reichen Bewohner dieser Gegend hat er eine frohe Botschaft parat: Er verkündet eine grundsätzlich neue Politik Amerikas in der und in Bezug auf die Region, die Friede und Freude und Wohlstand für alle bringen werde.