DDR

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Die Entdeckung einer grundsätzlichen Reformbedürftigkeit auch der Wirtschaft hatte wahrhaftig keinen ökonomischen Ausgangspunkt. Der war vielmehr die außen- und staatspolitische Niederlage der DDR, der unbremsbare Flüchtlingsstrom. Erst die Lüge der SED von den „hausgemachten Gründen der Abwanderung“ war es, welche die Wirtschaft ins Visier kritischer Verurteilung rückte.

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Karl Marx hat seinen Genossen noch eingeschärft, daß die Parole „Ein gerechter Lohn für ein gerechtes Tagewerk“ nichts taugt, daß es vielmehr heißen müsse: „Nieder mit dem Lohnsystem!“ Es hat nichts genützt. Auch im Realen Sozialismus, dessen Veranstalter sich gerne auf Karl Marx berufen haben, ist der Lohn die ärgerliche Geldsumme, von der der normale Mensch leben muß. Ärgerlich ist sie allerdings – das unterscheidet sie auf den ersten Blick vom Lohn im unverfälschten Kapitalismus – nicht in erster Linie wegen ihrer arg begrenzten Höhe.

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Sie war immer der ganze Stolz der „realen Sozialisten“, der Inbegriff ihrer Volksfreundlichkeit; eine Zeitlang wurde sie noch als unveräußerliches Erbstück der alten DDR hochgehalten; aber das war schon der Auftakt dazu, sie preiszugeben: die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“, realisiert in einem System der zugleich gerechten und sozialen Preise.

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Jahrzehntelang waren sie stolz auf ihr „System der Planung und Leitung“. Sie wollten die Anarchie des kapitalistischen Marktes überwunden haben; das bewußte Herbeiführen hochwertiger gesellschaftlicher Ergebnisse sollte den Vorzug ihres Wirtschaftens ausmachen. Und jetzt? Ein Abgrund von Selbstkritik. Die Planer und Leiter von gestern bezichtigen sich der Bürokratie und des Zentralismus, mit dem sie ein erfolgreiches Wirtschaften verhindert hätten.

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Kapitalisten hören es gern, wenn man ihre Geschäftemacherei in fremder Herren Länder „Hilfe“ nennt. Das ist verständlich. Denn sie wissen es besser; durch das freundliche Etikett lassen sie sich bei nichts stören; schon gar nicht in ihrer strikten Forderung nach garantiertem Profit als unerläßlicher Voraussetzung ihrer Hilfsbereitschaft. Am Ende sammeln sie mit dem Reichtum auch noch die Komplimente ein.

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Jetzt machen sie auch noch das Brandenburger Tor auf. Tusch! Alle sind sich einig: Das deutsche Volk (Ost) hat einen grandiosen Sieg errungen, es hat „Geschichte gemacht“, die „deutsche Teilung überwunden“ und überhaupt allerhand bewegt. Was Völker so alles bewegen – man glaubt es kaum, am allerwenigsten wahrscheinlich die Volksgenossen selbst. Man liest es weiter hinten in den Zeitungen‚ in den Wirtschaftsteilen.

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Ich habe am Sonntag in Berlin-West Euer Flugblatt gegen den Deutschen Wahn in die Hand bekommen. Ebenso wie Ihr bin ich betroffen und enttäuscht von dem, was zur Zeit hier in der DDR läuft. Und ich muß sagen, Ihr habt mich auch bei keiner Feier gestört, es sei denn bei einer Totenfeier. Ich gehe auch mit Euch konform, wenn Ihr sagt, daß die DDR vorm Ausverkauf steht. Und es verbittert, nichts mehr dagegen tun zu können.

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Die radikale Opposition hat die „Wende“ nicht aus eigener Kraft herbeigeführt. Sie hat ihre Gelegenheit – eine praktisch führungslose Nation – durch die außenpolitische Schwächung der SED-Macht geboten bekommen. Das kann kein Vorwurf sein. Wohl aber dies, daß sie sich über die Herkunft dieser politischen Chance keine Rechenschaft ablegt, sondern sehr selbstzufrieden wird im Stolz auf ihre „friedliche Revolution“. Andernfalls nämlich wüßte sie, wieviel diese Chance überhaupt nur wert ist; beziehungsweise wozu die vom Sozialismus enttäuschten DDR-Bürger erst noch gewonnen werden müssen.

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Die „erste friedliche und demokratische Revolution auf deutschem Boden“ hat von Anfang an die allerherzlichste Anteilnahme der Bevölkerung der Bundesrepublik erfahren. Das ist einerseits sehr erstaunlich, denn die Bürger der BRD sind gewöhnlich nicht gerade umstürzlerisch ambitioniert. Ihr „revolutionäres Bewußtsein“ hält sich eher bedeckt. Andererseits ist das gar nicht erstaunlich, wenn man registriert, wofür und in welcher Weise treue Bürger westdeutscher Herkunft ihre Sympathie entdecken.

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DDR-Bürger – und zwar solche, die dafür sind, wie die anderen, die dagegen sind – können es sich immer nicht so recht vorstellen oder wollen es jedenfalls lieber nicht; umgekehrt gehen BRD-Bewohner so fest davon aus, daß sie sich allenfalls über die mangelnde Sichtbarkeit der entsprechenden Fortschritte wundern: Die stückweise Aneignung des ehemaligen SED-Staats durch die westdeutsche D-Mark-Demokratie läuft. Sie läuft nicht per Ausverkauf von Meißener Porzellan und ostdeutschen Fußballspielern, sondern über Maßnahmen, die „Kapitalhilfe“ heißen, „Hilfe“ ganz groß geschrieben.

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