Ein bisschen merkwürdig ist die derzeitige Aufregung über den Aufschwung des Elends in Sachen Ernährung schon. Hunger ist schließlich eine beständige Begleiterscheinung der modernen Welt, wird regelmäßig zu hohen Feiertagen von humanitären Verbänden zum Thema gemacht, der privaten Barmherzigkeit und Spendenfreude anempfohlen und ebenso regelmäßig wieder zugunsten anderer Themen abgesetzt.
Obwohl sich im Prinzip der Klassenstaat und die Klasse der Grundeigentümer nicht nur darin einig sind, dass aus dem Territorium des Ostens Privatbesitz wird, sondern auch darin, dass die neuen Eigentümer mit den alten identisch sein sollen, gibt es einen erbitterten Rechtsstreit zwischen den Rittern der Grundrente und der Kohl-Regierung.
Die Gesellschaft der DDR wird nicht einfach "angegliedert" und so, wie sie geht und steht, in den Kreis der Bundesländer übernommen. Das, wofür "wir" sie brauchen können, leistet sie nämlich gar nicht. Deswegen wird sie erst einmal kuriert. Denn ihre Wirtschaft ist "krank", was eine Pflege ganz besonderer Art nötig macht.