Erdoğan vs. Özdemir

Dieser Artikel ist in der Reihe Chronik – kein Kommentar! der Zeitschrift GegenStandpunkt 3-16 erschienen. Sie kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag als Druckausgabe oder E-Book erworben werden.

Erdoğan vs. Özdemir – „verdorbenes Blut“ vs. „anatolischer Schwabe“
Unstimmigkeiten über den angemessenen Gebrauch nationaler Identität in der deutsch-türkischen Völkerfreundschaft

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Einen Tag lang herrscht wirklich Empörung im politischen Deutschland. Nachdem der Deutsche Bundestag die Armenien-Resolution angenommen hat, meldet sich der türkische Staatspräsident Erdoğan zu Wort. Die Aufregung gilt dabei weniger den angedrohten politischen Gegenmaßnahmen des türkischen Staatspräsidenten, sondern vor allem seinem Angriff auf das knappe Dutzend türkischstämmiger Abgeordneter, die für die Aufnahme der Türken in die Galerie der Tätervölker in Sachen Völkermord gestimmt haben: Das Blut der Abgeordneten müsse verdorben sein – so Erdoğan – und bedürfe wohl einer Laboruntersuchung, wenn sie sich derart für eine antitürkische Sache starkmachen. Türken können sie jedenfalls nicht sein, sondern eher so etwas wie PKK-Terroristen, sagt er.

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