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Bibliographie
Resultate Verlag, München 1987
2. Auflage, Gegenstandpunkt Verlag, München 2005
Softcover (Efalineinband, Fadensiegelung), 14,8 x 21 cm (Din A5)
120 Seiten
Druckausgabe: 3-929211-09-2

Kritik der bürgerlichen Wissenschaft
Die Mikroökonomie
Von der Erklärung des Werts über die Erfindung des Grenznutzens zum mathematischen Lob des Marktes

Niemand braucht zu wissen, was Geld ist, um damit einkaufen zu gehen oder welches einzunehmen; was Preise sind, um sie zu zahlen oder sich bezahlen zu lassen; wie Profit geht, um ihm zu dienen oder ihn zu verdienen. Das preisen die Macher der „Marktwirtschaft“ als einen ihrer Vorzüge.

Noch seltsamer allerdings: Die Wirtschaftswissenschaft will das alles auch nicht wissen. Schon jede Frage dieser Art hat die Disziplin für längst überholt erklärt. Stattdessen übt sie die Bildung länglicher mathematischer Funktionsgleichungen, die bloß das, was ein normaler „Marktteilnehmer“ ohnehin weiß und treibt, mit dem Schein nachweisbarer Notwendigkeit umgeben: Geld ist, was man damit kaufen kann; Preise sind, wie viel man zahlen muß; Profit ist, wenn verdientermaßen Geld übrig bleibt.

Auf diese Dummheiten ist die Wirtschaftswissenschaft stolz. Sie hat damit Marx und andere „Klassiker“ überwunden, die den Reichtum kapitalistischer Nationen, welcher sich in Waren, Geld und Wirtschaftswachstum darstellt, aus den Eigenarten einer Produktion von Gütern für den Tausch unter dem Regime des Kapitals erklärt haben. Sie will damit auch weiter gekommen sein als ihre Vorläufer, die eigens eine „subjektive Wertlehre“ erfunden haben, nur um die unbegriffenen, aber mit Recht als peinlich empfundenen Erklärungen der „Klassiker“ und der Marxisten zu widerlegen. Und sie hat es geschafft; das muß man ihr lassen. Ihr Kunstgriff: Eine ganze Wissenschaft stellt sich blöd – nach allen Regeln der wissenschaftstheoretischen Kunst.

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