IV. Arbeiten unter dem Kreditsystem
Immer mehr, immer rentabler, bis nichts mehr geht

Zur Effektivierung ihres Konkurrenzmittels, der Arbeit, setzen die Arbeitgeber nicht bloß eigene Geschäftserlöse ein, sondern Schulden. Mit geliehenem Geld verschaffen sie sich die Freiheit, über das Maß ihres Vermögens und der jeweils erwirtschafteten Überschüsse hinaus ihre Produktion kontinuierlich fortzuführen, sie auszuweiten und ihre Rentabilität zu steigern. Zum eigenen Geschäftszweig verselbständigt, befähigt der Kredit die Unternehmer dazu, für ihre Konkurrenz um Marktanteile gewaltige Investitionen zu tätigen und alle Schranken zu ignorieren, auf die sie dabei stoßen. Der Zugriff auf Leihkapital wird damit freilich zur notwendigen Geschäftsbedingung. Damit wird der Gewinn zum Mittel, um an fremdes Geldeigentum heranzukommen, nämlich die mit der Verfügung über fremdes Geldeigentum verbundene Tributpflicht gegenüber dem Gläubiger zu erfüllen. So wird die Kreditwürdigkeit zum Kriterium, also zum Zweck des produktiven Geschäfts.

Aus dem Buch
2014 | 132 Seiten | 10,00 € | bestellen
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