„Epic Fury“
Frieden durch Krieg im Nahen Osten – Willkommen in der MAGA-Welt!
Info
Besserwisserisch kopfschüttelnde Vorwürfe an Trump in Bezug auf seinen „Epic Fury“-Krieg gegen Iran und seinen oft beschworenen, aber immer noch nicht erreichten Frieden gibt es viele. Dass diese sich teilweise komplett widersprechen, stört offenbar keinen von denen, die sie – auch gleichzeitig nebeneinander – erheben und dabei allesamt so tun, als wäre der Chef der Weltmacht Nr. 1 ihnen gegenüber rechenschaftspflichtig.
Ein paar Beispiele:
- Die USA haben sich unter Trumps Kommando ohne Not in einen „war of choice“ begeben. versus Die USA haben dabei noch nicht mal ihre „choice“ praktiziert; Netanjahu mit seinem unerbittlich vorpreschenden Kriegswillen hat den USA gar keine „choice“ gelassen.
- Die USA haben viel zu viele ihrer wundervollen Waffen auf ihren Gegner geworfen. versus Die USA haben viel zu zögerlich agiert und den Iranern permanent die Initiative überlassen.
- Die USA haben den Krieg begonnen, obwohl Iran gar keine atomare Bedrohung dargestellt hat. versus Die USA haben die atomare Bedrohung des Iran gar nicht wirklich aus der Welt geschafft.
Usw. usf.
Unser Vortrag nimmt sich im Verhältnis zu solchen Beschwerden etwas Abseitiges vor: Wir wollen erklären, inwiefern Trump mit diesem Krieg gegen den Iran auf Basis der überlegenen imperialistischen Macht der USA in dieser Weltgegend sein MAGA-Programm umsetzt. Er stürzt die von ihm vorgefundene, maßgeblich von seinen Vorgängern im Amt geschaffene und abgesicherte Weltordnung von oben herab um und will sie – „endlich!“ – dahin zwingen, eindeutig und ohne Abstriche Material und Quelle US-amerikanischen Nutzens zu sein. Dabei klärt sich dann auch, wie und warum zu dieser imperialistischen Programmatik die teilweise wahnhaft anmutenden Äußerungen der Person des amerikanischen Präsidenten perfekt passen.
Die weit verbreitete Lust daran, dieses aktuelle Kapitel der Fortschreibung amerikanischer Weltmacht und Weltherrschaft mit pro-amerikanisch-sorgenvollen oder anti-amerikanisch-hämischen Betrachtungen über dessen Erfolge bzw. schon eingetretene Misserfolge zu begleiten, vergeht dabei ganz von selbst.